Smart TV
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Die Arbeitsgruppe Smart TV der Deutschen TV-Plattform wurde Ende April 2009 zunächst als AG Hybride Endgeräte gegründet und steht seitdem unter Leitung von Jürgen Sewczyk (JS Consult/Eutelsat). Der volle Titel der Arbeitsgruppe lautete zunächst "Hybride Endgeräte zur Integration von Broadband und Broadcast“ (Pressemitteilung) und zeigte klar den Arbeitsschwerpunkt: die Darstellung von Internetinhalten und Webdiensten auf TV-Bildschirmen. Nach dem erfolgreichen Workshop im April 2011 „Vom Smartphone zum Smart-TV: Apps erobern den Bildschirm“ und dem Markttrend folgend hat sich die AG Hybride Endgeräte Anfang 2012 in AG Smart TV umbenannt (Pressemitteilung).
Seit 2009 entwickeln Gerätehersteller und Programmveranstalter Systeme, um Internet-Dienste wie etwa Online-Videotheken an smarten TV-Bildschirm nutzbar zu machen. Bisher wurden in Deutschland nach Angaben der GfK Retail & Technology GmbH schon über 15 Millionen solcher "hybriden" TV-Empfangsgeräte mit Internetanschluss und Brwoser verkauft - die Mehrheit als TV-Flachbildschirme, aber auch immer mehr Receiver oder DVD/Blu-ray-Player (Grafik). Immer mehr von diesen Smart-TV-Geräten bieten mehrere Zugänge zu Web-Inhalten. Die Online-Inhalte kommen bei Smart-TVs entweder via Apps (Applikationen) oder durch HbbTV-Services auf den Bildschirm.
Die Spezifikation HbbTV (Hybrid broadcast broadband TV), die von ETSI Mitte 2010 als Standard bestätigt wurde, wird von einem europäischen Konsortium entwickelt, an dem etliche Mitglieder der Deutschen TV-Plattform aktiv beteiligt sind. Mittlerweile verfügen immer mehr Smart-TV-Geräte über HbbTV und über 60 TV-Sender sowie Programmveranstalter bieten entsprechenden Zusatzdienste. Damit bietet HbbTV als branchen- und länderübergreifender Standard große Chancen, sich u.a. als moderner Nachfolger des Teletextes zu etablieren.
Die AG Smart TV engagiert sich für alle Fragen rings um Smart TV und HbbTV in Deutschland sowie für die Verständigung aller Beteiligten beim interaktiven Fernsehen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Information der Plattform-Mitglieder, des Handels und der Verbraucher über alle Aspekte von Smart TV, Nutzungsformen rund um den Second Screen, Reichweitenmessung, Bezahlverfahren sowie Daten-, Verbraucher- und Contentschutz. Die sich schnell weiterentwickelnde Technologie erfordert den ständigen Dialog der Marktteilnehmer, um Hemmnisse bei der Entfaltung des Massenmarkts zu überwinden.
"Die schnelle technische Entwicklung und die Änderung des Nutzungsverhaltens führen zu einer Beschleunigung im Wandel der Mediennutzung. Konvergenz von Internet und TV ist ein herausragender Trend", so Vorstandsmitglied Jürgen Sewczyk, "der zu Umbrüchen am Markt führt. Deutschland ist dabei keine Insel und für die Deutsche TV-Plattform ist es wichtig, eine Harmonisierung zu erreichen sowie die Verbraucher allseitig aufzuklären". Dazu wurden von Anfang an von der AG eine Reihe von Publikationen veröffentlicht, etwa die Broschüre "Hybrid-TV" in dritter Auflage, der Flyer „Interaktives Fernsehen: HbbTV auf Smart-TV-Geräten“, das "White Book Hybrid-TV/Smart-TV" in zweiter Auflage als Fachpublikation in deutsch und englisch sowie die Studie "Usability von Red Button HbbTV-Angeboten" als Styleguide. Weitere Informationen - aktuelle wie auch thematisch geordnet - gibt es in den Video-Audio-News.









