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Überblick digitales Bewegtbild

Überblick digitales Bewegtbild

Durch den Übergang vom analogen zum digitalen Fernsehen wird die Television (abgekürzt TV) Teil der großen Bewegtbild-Branche. Die speist sich aus verschiedenen Quellen, tritt in verschiedenen Formen auf und nutzt ganz neue Wege. Das reicht von Digitalfernsehen mit tausenden Spartensendern und Programmen über digitales Kino, DVD und Online-Videotheken bis zu Video-Blogs und selbstgedrehten Filmen oder Schnipseln auf Internet-Plattformen. Allen gemeinsam ist aber: Digitales Bewegtbild braucht Bildschirme, auf denen sich die Inhalte darstellen lassen. Und auch da reicht die Spannbreite inzwischen von PC- und Laptop-Bildschirmen über Handy- und Navigations-Screens bis zum klassischen TV-Flachbildschirm. Trotzdem ist und bleibt digitales Fernsehen ein eigenes Medium mit eigener Technik und von anderen Bewegtbild-Angeboten unterscheidbaren Technologien.  

Digitales Fernsehen als DVB-Familie

Digital Video BroadcastingBeim digitalen Fernsehen (Digital Video Broadcasting - DVB) werden speziell codierte Bild- und Tonsignale zwischen Sender und Empfängern in eigener Formatierung übertragen. Die hängt von den jeweiligen Übertragungswegen ab - deshalb unterscheidet man zwischen DVB-S für Satellit, DVB-C für Kabelnetze und DVB-T für terrestrische Sender. Ein spezielles Format für den terrestrischen Empfang von Fernsehen an Handys und anderen mobilen Endgeräten ist DVB-H. So ist eine ganze Familien von DVB-Standards entstanden. Digitales Fernsehen gibt es in Standard-Aulösung (SDTV) und als hoch auflösendes Fernsehen (HDTV).  

Online-Bewegtbild als IP- und Web-TV
Als IPTV (Internet Protocol Television) wird allgemein die Übertragung von digtalem Bewegtbild bezeichnet, die das Internet Protocol (IP) verwendet. Beim IPTV wird Abonnenten ein TV- Programmpaket oft zusammen mit Video und anderem Service in definierter Qualität über ein breitbandiges Netz (zumeist Telefon) zur Verfügung gestellt, um es am Fernsehgerät zu nutzen. Basisanforderungen sind u.a. in einem "White Paper IPTV" durch die Deutsche TV-Plattform definiert. Im Gegensatz dazu stehen beim Internet- oder Web-TV beliebige Inhalte in verschiedenen Formaten allen Internetnutzern ohne Qualitätsgarantien und zur freien Verwendung zur Verfügung. Für IPTV gibt es auch einen eigenen DVB-Standard.

Digitales Kino als Digital Cinema
Digital CinemaÄhnlich wie beim Fernsehen befindet sich Kino im Prozess der Digitalisierung, wobei der weltweite Kinofilmstandard 35 mm schnell durch das Digitalbildformat JPEG 2000 abgelöst wird. Treiber der Entwicklung ist die Digital Cinema Initiative (DCI), der alle großen Hollywood-Studios angehören. Im Mittelpunkt steht derzeit die voll-digitalisierte Kinofilmproduktion und das Abspiel unter komplettem Verzicht auf analoges Filmmaterial. Die neuen hoch aufgelösten Kinobilder kommen als 2K- oder 4K-Format daher und bieten damit mehr Bildpunkte (Qualität) als HDTV.

Digitales Video zum Auf- und Mitnehmen
Im Konsumentenbereich ist das digitale Bewegtbild schon längst Alltag - einerseits bei privaten und inzwischen auch bei professionellen Filmaufzeichnungen ebenso wie beim Abspiel. Während sich das Standard-Definition-Format DV an den Fernsehnormen PAL und NTSC orientiert, ist HDV dem HDTV vergleichbar - moderne Videorecorder können meist beides. Beim Abspiel von digitalem Bewegtbild hat sich die Digital Versatile Disc (DVD) klar gegenüber Videokassetten durchgesetzt. Inzwischen hat sich im Rennen um die DVD-Nachfolge das Format Blu-ray gegen HD DVD durchgesetzt, womit die Speicherkapazität auf 50 Gigabyte steigt.

Mobilfunk als Rundfunk-Verbreitungsweg
So wie sich das Internet als vierter Übertragungsweg für digitales Fernsehen etabliert hat, schickt sich der Mobilfunk an, ein möglicher fünfter TV-Verbreitungsweg zu werden. Das "Zauberwort" nach UMTS (Universal Mobile Telecommunications Systems) lautet dabei Long Term Evolution (LTE) und bezeichnet einen Standard für die schnelle Übertragung hoher Datenraten in modernen Netzen. LTE erlaubt nicht nur mobiles Internet, sondern auch digitales Fernsehen mit flexibel gestaltbaren Bandbreiten bis zu 20 MHz und 300 Mbit pro Sekunde. Ende 2009 wurde international die LTE-Standardisierung abgeschlossen sein. Zugleich läuft in Nordrhein-Westfalen ein LTE-Pilotprojekt für Breitband-Internet und Rundfunk. Seit der Versteigerung von Frequenzspektrum für LTE (u.a. Rundfunkfrequenzen oberhalb 800 MHz) läuft der Auf- und Ausbau des neuen Mobilfunkstandards in Deutschland.

Digitales Fernsehen
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Dienstag, 21. Mai 2013